Tag 120 Mitternachtsstunde in Beglika

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Sälü Zäme,

Christoph und Andrei saßen zusammen am Lagerfeuer. Der Vollmond steht am höchsten Punkt und leuchtet auf dem See. Andrei hat es geschafft, nur mit Christoph zu zelten. Alle anderen Freunde mussten kurzfristig absagen, weil ihre Frauen auf rätselhafte Weise krank wurden.

Christophs Fahrrad hatte eine Reifenpanne und steht ohne Laufrad auf dem Kopf. Der Schlauch musste repariert werden. Andrejs Kajak lag am See bereit um benutzt zu werden. Nach einem Tag, der den persönlichen Leidenschaften gewidmet war, gönnten sich beide ein Sandwich und ließen den Abend bei Bier ausklingen.

Kurz nach Mitternacht hörte man ein Rascheln im Gebüsch. Zuerst dachte Andrei, es sei ein Fuchs. Doch das Rascheln wurde lauter und wurde von einem Klicken begleitet. Tig-tig-tig. Der Lärm kam aus der Einfahrt und es gab kein Entkommen. Als sie die Gefahr erkannten, war es bereits zu spät.

Ein wilder Schweizer war mit dem Velo unterwegs und auf der Suche nach einem Festival. Jede falsche Bewegung kann immense Folgen haben. Der Schweizer hielt kurz inne und beobachtete seine Beute. Christoph und Andrei wussten, dass alles von den nächsten Sekunden abhing. Christoph machte schließlich einen lauten und dann wurde es ganz still.

Ich konnte mich den beiden Campern anschließen, und nach der Bergstrecke war auch ich bettreif. Ich schlug mein Zelt an einer idealen Stelle auf und schlief bis zum nächsten Morgen. Ich bin früh aufgestanden, weil ich den Sonnenaufgang sehen wollte. Schliesslich bin ich zu früh aufgestanden und habe ein Bad im See genommen.

Der Beglikasee ist wunderschön. Ich habe Christoph und Andrei im Laufe des Tages kennengelernt. Von Ihnen habe ich eine Menge über die Gegend erfahren. Die nächste Möglichkeit, die Vorräte aufzufüllen, war eine Stunde mit dem Fahrrad entfernt. Sie boten mir an, mich mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, was ich dankend annahm. Mit vollem Proviant blieb eine zweite Nacht bei Ihnen.

Das war alles.

Tschüss Zäme…

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