Tag 156 Ballonfahrt

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Sälü Zäme,

Um vier Uhr morgens stellte ich den Wecker und etwa 15 Minuten später war ich endlich wach. In der Dunkelheit mussten wir das Zelt packen. Zum Glück war es nicht extrem feucht. Nachdem ich meine Sachen überprüft hatte, fehlte mir eine Unterhose. Ich hatte sie wohl am letzten Cämpingplatz vergessen. Ich wollte sie nach der Ballonfahrt holen gehen. Stefan und ich fuhren mit unseren Fahrrädern den Berg hinunter. Und schon wäre der erste Unfall passiert. Ein Stück des Weges war mit Sand bedeckt und überraschte uns. Ich dachte schon, dass ich mit hoher Geschwindigkeit auf die Oberfläche fliegen würde. Aber es waren nur ein paar Meter, so dass wir sofort wieder festen Boden unter den Rädern hatten. Auf dem Weg nach unten kam wieder unser Wachhund von gestern Abend. Er wartete mit uns auf den Bus.

Lässt euch nicht vom süssen Aussehen täuschen

Bei der Agentur angekommen, hieß es ein wenig warten, bis der Bus kommt. Dies dauerte länger als erwartet. Wir schlossen unsere Fahrräder aneinander an. Die Agentur hatte einen jungen Hund, der sehr niedlich ist. Er ist sehr verspielt, aber er beißt alles, was er kann. Über Nacht war der Hund allein in der Agentur eingesperrt. Jetzt wundere ich mich nicht mehr, warum dieser Hund so bissig ist. Als der Bus kam, war er voll mit mexikanischen Touristen. Zusammen gingen wir zum Startplatz. Dort sahen wir die hundert Ballone, die vorbereitet wurden.

100 Ballone starten gleichzeitig, 60 weitere steigen später auf.

Wir starteten um 6 Uhr und waren eine der ersten, die über 1000 Meter aufstiegen. Die Ballonfahrt war atemberaubend, man sah die ganze Umgebung von Kappadokien. Der Vulkan Erciyes war sehr schön. Es war ein großer Ballonkorb für 20 Passagiere und 1 Pilot. Ich habe meine GoPro Hero8 und meine Sony Rx 100 benutzt, um eine Menge Filmmaterial aufzunehmen.

Nevşehir von oben

Der Pilot machte ein Spektakel aus der Ballonfahrt und riss ein paar Witze. Der Wind brachte uns in die Stadt Nevşehir. Der Pilot flog sehr nah an den Häusern vorbei und brachte uns mit den geringeren Luftströmungen wieder in die Nähe des Startplatzes.

Wir flogen nahe den Häusern vorbei

Die Lademeister bereiteten sich auf die Landung des Ballons vor. Sie schätzten ab, wo der Ballon landen würde und bereiteten ihr Fahrzeug mit dem Ballonanhänger vor. Vier von ihnen fingen unseren Ballon ab und manövrierten den Korb direkt auf den Anhänger. Nach dem Aussteigen bekamen wir ein Glas Sekt.

Die vier Ballonverlader und das Auto mit dem Anhänger im Hintergrund

Wir waren nicht weit vom Campingplatz entfernt, wo ich meine Unterhose vergessen hatte und ich dachte, ich hole sie schnell. Ich gab Stefan meinen Rucksack und er sagte den Veranstaltern, dass ich auf die Toilette muss. Ich lief schnell zum Campingplatz, aber ich war zu warm angezogen und musste meine Mütze ausziehen. Als ich den Platz durchsuchte, gab es keine Unterhosen. Ich rannte zurück zu der Gruppe und schaffte es gerade noch in den Bus. Die Leute wollten wissen, wo ich war und ich sagte nur verlegen, dass ich etwas holen wollte.

Nevşehir im Hintergrund

Zurück in der Agentur habe ich meine Taschen durchsucht und meine Unterhose gefunden, aber meine Mütze habe ich beim Laufen verloren. Ich dachte, ich sei verrückt. Schließlich ging ich zurück zum Fahrrad, um die Mütze zu holen. Endlich hatte ich alle meine Sachen zusammen. Wir fuhren 20 Kilometer zum nächsten Stausee und verbrachten dort die Nacht. Ich habe meine Hängematte zum ersten Mal benutzt. Ich hatte einen guten Tag und der Abend war auch gut.

Gemütlicher Tag am See

Das war alles.

Tschüss Zäme…

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