Tag 166 Talfahrt zum Schwarzen Meer

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Sälü Zäme,

Wir schliefen hervorragend in dem verlassenen Haus und fuhren bei Sonnenschein weiter. Die Fahrt war gut für die müden Muskeln. Die Navigationsgeräte zeigten 1000 Höhenmeter an, aber bei der Abfahrt gab es kaum welche. Wir machten ein paar kurze Pausen.

Das verlassene Haus

Als wir am Schwarzen Meer ankamen, feierten Stefan und ich mit einem Bier. In der Türkei kann man Bier nur im örtlichen Tekel-Laden oder in Büfe kaufen. Sie sind die einzigen, die eine Lizenz zum Ausschank von Alkohol haben. Fast hätte ich das türkische Migros vergessen, dort kann man auch Bier kaufen. Wir haben das Bier gleich beim Laden getrunken. Es gab eine Bank mit einer Weinlaube, dort haben wir uns hingehockt. Der Besitzer des Ladens Ahmet und sein Bruder Jusef luden uns sofort zum Mittagessen ein, ihre Mutter kochte für uns.

Stefan, Jusef, Ahmet und Ich

Es gab eine Pfanne voll mit gebratenen Paprika, Zwiebeln, Eiern und Auberginen. Das haben wir zusammen mit Brot gegessen. Man servierte uns Oliven, Käse und Aprikosen in Honig. Die Trauben von der Weinlaube waren süß und es gab einen Feigenbaum mit den letzten Feigen des Jahres. Zum Schluss kam die Mutter wieder mit gekochten Bohnen, die mit Knoblauch verfeinert waren. Alles war ausgezeichnet. Bevor wir gingen, tranken wir noch zwei Efes, das ist das türkische Bier.

Die Sitzbank unter der Weinlaube

Ahmet und Jusef sind gerade dabei, den alten Renauld ihres Vaters zu restaurieren. Das Auto ist verrostet und es ist viel Arbeit nötig um das Auto wieder fahrbereit zu machen. Ich wünsche Ihnen viel Glück und Spaß bei der Restaurierung.

Der Renault

Stefan und ich waren auf der Suche nach einer günstigen Jugendherberge am Schwarzen Meer, um zwei Nächte dort zu übernachten, aber nach einer Weile wurden wir enttäuscht. Die erste Adresse war eine Schule und ein Lehrer half uns, ein Hotel zu finden. Die Kinder füllten die Schulbusse und wir winkten ihnen zu. Aber der Lehrer war keine große Hilfe, und sobald wir wieder auf den Rädern waren, fuhren wir zur nächsten Herberge auf der Google-Karte. Diesmal war es eine Herberge für Straßenkinder oder so.

Das 2-Sterne Hotel

Wir wurden mehrmals enttäuscht und es gibt auch keine Campingplätze in der Nähe. Schließlich fanden wir ein 2-Sterne-Hotel und blieben eine Nacht. Ich und meine Kleidung waren schmutzig, meine Hose berührte die ölige Kette. Ich hinterließ schwarze Fußabdrücke, sobald ich aus den Schuhen war. Ich konnte das Nötigste im Waschbecken waschen und erledigte ein wenig Papierkram. Für ein 2-Sterne-Hotel war es ziemlich luxuriös, aber es war nicht nach meinem Geschmack.

Das war alles.

Tschüss Zäme…

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