Tag 180 Rostbruch

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Sälü Zäme,

Ich wäre gerne länger im Gästehaus geblieben. Aber der Winter kommt und es ist noch ein weiter Weg in den warmen Süden. Eigentlich hätten wir den Pausentag weglassen sollen, aber man trifft nicht jeden Tag die richtigen Leute.

Stefan, Georgy und Ich

Die Strecke ist wunderschön zu fahren und macht auch eine Menge Spaß. Georgien ist ein märchenhaftes Land. Es gibt viele Schlösser, die meisten Häuser sind aus Naturstein gebaut und es gibt kaum Werbung auf den Straßen. Ich kann das Land nur empfehlen.

Akhaltsikhe Burg

Nach ein paar Kilometern rutschte ich kurz von der Straße ab. Ich merkte sofort, dass etwas nicht stimmte. Der Rost hat sich durch die Schweißnaht gefressen. Die Stelle befindet sich am Hinterrad direkt an der Achse. Ich kannte die Stelle schon, weil der Lack abgeblättert war. Ich habe die rostige Stelle gesehen, aber ich dachte, dass der Rost nur oberflächlich bleibt. Aber durch das schlechte Wetter und den Schlamm hat sich der Rost durch die gesamte Schweißnaht gefressen. Das Hinterrad eiert herum und nach 2 Kilometern kam ich auf die Idee, mein Isolierband zu benutzen, um es wieder zu stabilisieren. Das klappte gut und nach 10 Kilometern fand ich im nächsten Dorf einen älteren Herrn mit Schweißgerät. Er schweißte mir die Stelle wieder zusammen. Ich gab ihm umgerechnet 3 Euro, mehr wollte er nicht.

Der ältere Herr mit der Schweissanlage

Stefan erinnerte mich daran, dass ich noch ein zweites Problem für eine Schweißanlage hatte. Mein Gasbrenner musste wieder zusammengeschweißt werden. Der Schweißer konnte auch das teilweise lösen. Aber ein Teil des Brenners besteht aus einer Aluminium-Titan-Legierung, und das konnte nicht zusammengeschweißt werden.

Zelt aufbauen

Der Rest der Fahrt verlief gut. Die neue Scheißnaht hält und ich habe gelernt, dass man rostige Stellen sofort reparieren muss. Das hätte ich wissen müssen, aber man ignoriert die Theorie, bis einen die Praxis einholt. Am Abend konnte ich schon die Brenner testen. Ich spare jetzt Zeit, weil ich die Teile, die auseinandergefallen sind, nicht mehr zusammenbauen muss. Stefan und ich haben einen guten Lagerplatz gefunden. Wir mussten über eine Holzbrücke fahren, die bei mir fast durchgebrochen wäre.

Das war alles.

Tschüss Zäme…

Nachtaufnahme

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