Tag 72 Es sollte eigentlich schönes Wetter geben.

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Sälü Zäme

Die Nacht war nicht kalt, aber am Morgen regnete es ein wenig. Heute habe ich mir einen Verband um den rechten großen Zeh gewickelt. der Nagel ist eingewachsen und hat sich entzündet. Ich spielte mit dem Gedanken, die Reise abzubrechen, aber ich denke, ich kann die Reise immer noch beenden und den Zeh später operieren lassen. Ich pflege und beschütze ihn so gut ich kann.

Beim Packen fuhren zwei Radfahrer mit einer ziemlich guten Geschwindigkeit vorbei. Der Wetterbericht sagte eigentlich gutes Wetter voraus, aber das Wetter in Norwegen funktioniert etwas anders als geplant. Es gab viele Regenphasen, und der Wind war meist auf unserer Seite. Ich wurde einmal nass, nach ein paar Stunden Fahrt in der Sonne war es wieder trocken. Ich fühlte mich wieder sauber. Die Regenwolken stauten sich an bestimmten Bergspitzen und man konnte von weitem sehen, wo es regnete und wo die Sonne schien.

An der Fähre von Ågskardet zum Forøy Fergekai trafen wir die beiden Radfahrer vom Packen. Ihre Namen sind Joni und Johnny. Einer von ihnen hat sehr wenig Gepäck bei sich und der zweite hat einen Fahrradanhänger an seinem Fahrrad. Als wir am Hafen ankamen, füllten Simon und ich unsere Wasserflaschen auf. Joni und Johnny fuhren sofort los und hatten einen Vorsprung.

Am nächsten Tunnel bemerkte ich, dass meine Frontlampe keine Batterie hatte, und das beunruhigte mich. Ich nahm mein Rücklicht und benutzte es als Frontlicht, Simon hatte auch keine Energie mehr im Frontlicht und er machte das Rücklicht. Mit dieser Methode fuhren wir sicher durch die Tunnel.

Unterwegs gab es eine Pause und ich machte Witze darüber, wie eine Wolke uns hinterherfliegen würde um uns mit Regen zu versorgen. Während der Pause sah ich genau die vorhergesagte Wolke sich zusammenbrauen, wir fuhren los, bevor sie über uns war. Wir entkamen durch einen 3 km langen Tunnel, und dahinter war das Wetter wunderschön.

Wir fuhren zum Fjordcamp Kjellingstraumen, wo wir Joni und Johnny wieder trafen. Wir schlugen unsere Zelte auf. Es gab einen tollen Küchen- und Duschbereich, die Räume sind sehr gemütlich und warm. Wir konnten uns wieder waschen, es gab richtige Küchengeräte zum Zubereiten des Essens, unsere Kleider konnten richtig getrocknet werden, ich konnte meine Sachen aufladen und wieder Blogs schreiben.

Alles in allem war es ein guter Abend.

Das war alles.

Tschüss Zäme…

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