Tag 85 Nordkaptunnel

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  Sälü Zäme

Die Nacht in der Fischerhütte hatte mir Zeit erspart. Das Zelt musste nicht aufgebaut werden, und andere kleinere Arbeiten wurden gestrichen. Gut ausgeruht setzte ich meine Reise fort.

Der erste Teil der Strecke ging bergab. Ich erreichte das Dorf Olderfjord und konnte meine Vorräte auffüllen. Nach dem Einkauf traf ich einen Deutschen und ein französisches Pärchen. Ich hatte ein kurzes Gespräch, zuerst auf Deutsch und dann auf Französisch, aber ich verließ die Gruppe ziemlich schnell, weil ich einige Kilometer aufholen wollte. Da ich die meiste Zeit Rückenwind hatte, kam ich schnell voran. Schließlich erreichte ich den Nordkap-Tunnel. Es handelt sich um einen Unterwassertunnel, der 6877 m lang ist und dessen tiefste Stelle 212 m unter dem Wasserspiegel liegt. Ich schaute nach, ob es eine Bushaltestelle gab, aber ich fand nichts. Es gab auch kein Fahrradverbot für Radfahrer.

Zuerst machte ich vor dem Tunnel eine Pause und aß Kekse. Schließlich musste ich durch den Tunnel fahren. Die Fahrt zum tiefsten Punkt ging wahnsinnig schnell, und die feuchte Luft im Tunnel war extrem kalt. Es war eine extreme Erfahrung. Ich war noch nie so tief unter dem Meeresspiegel, und ich hatte ein wenig Platzangst. Die Luft roch nach Beton, vermischt mit den Abgasen von Autos. Es gab nicht viel Verkehr, aber der Lärm der Autos war nicht angenehm. Ich war glücklich, als ich das Ende erreichte und kurze Zeit später sah ich einen Bus vorbeifahren ;).

Ich fuhr weiter in die Stadt Honningsvåg, kaufte wieder einige Vorräte ein und reiste zum nächsten Campingplatz weiter. Der Campingplatz war etwas teurer und ich hätte einen günstigeren Preis aushandeln können. Aber ich war müde und die Sonne ging unter. Ich baute das Zelt so schnell wie möglich auf und machte mich für eine Dusche bereit. Mir ist aufgefallen, dass auch die Dusche bezahlt werden muss. Ich hatte keine Münzen dabei und beschloss mich am Waschbecken zu waschen. Ich kann den Campingplatz nicht empfehlen, da er nicht sehr kundenorientiert ist.

Die Küche war gut, und es gab zwei deutsche Paare und eine norwegische Schulklasse. Die Küche war ein bisschen voll, ich fand die Gesellschaft angenehm. Ich nutzte die Zeit so gut ich konnte und ging nach einer Weile schlafen.

Das war alles.

Tschüss Zäme…

 

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